Strahlende Frau in bester Gesundheit, die von einem Burnout geheilt ist

Stress, Erschöpfung & Burnout – Wie du Warnzeichen erkennst und in Balance zurückfindest

Erschöpfung, Schlafprobleme, PMS oder Verdauungsbeschwerden – viele Frauen spüren Stress im Körper, lange bevor er sie ausbrennt. In dieser Podcastfolge mit Dr. Ines Schauer erfährst du, wie du Frühwarnzeichen erkennst, dein Nervensystem regulierst und deinen Körper wieder als Kompass für Wohlbefinden nutzt.

Wenn Selbstfürsorge zum To-do wird

Vielleicht kennst du das Gefühl: Du gibst jeden Tag dein Bestes – für dein Business, deine Familie, deine Kundinnen – und trotzdem fühlst du dich innerlich leer, müde oder gereizt. Du funktionierst, aber du spürst dich kaum noch. Selbstfürsorge steht zwar irgendwo auf deiner Liste, fühlt sich aber oft an wie ein weiterer Punkt, den du abhaken solltest. Genau darüber sprechen wir in dieser Folge des Wellpreneur Podcasts: Wie Stress, Erschöpfung und Burnout entstehen – und wie du lernst, die feinen Signale deines Körpers wieder ernst zu nehmen.

Gemeinsam mit der Ärztin Dr. Ines, die ganzheitlich arbeitet und den Körper immer im Kontext von Geist und Emotionen betrachtet, tauchen wir tief ein in die Verbindung zwischen Körper und Psyche. Und wir zeigen dir, warum die Verantwortung für deine Gesundheit nicht beim Arzt beginnt, sondern bei dir – in dem Moment, in dem du wieder lernst, auf dich zu hören.


Warum es nicht um Perfektion, sondern um Präsenz geht

Im Gespräch erzählt Ines, wie ihr eigener Morgen meist beginnt – mit warmem Zitronenwasser, dem Duft von Kaffee und einem bewussten Innehalten, bevor der Tag startet. Es sind diese kleinen Rituale, die uns wieder mit uns selbst verbinden. Doch sie betont auch: Nicht jeder Tag läuft nach Plan. Und das ist völlig okay. Denn das Leben ist nicht linear, und Selbstfürsorge bedeutet nicht, immer alles perfekt zu machen.

Wir dürfen flexibel bleiben, Routinen anpassen, uns selbst nicht verurteilen, wenn Dinge mal nicht funktionieren. Oft ist genau das – loszulassen, statt festzuhalten – der größte Beitrag zu unserem Wellbeing.


Stress: Der unsichtbare Dauerzustand

In ihrer täglichen Arbeit in der Praxis sieht Ines, wie sehr Stress unsere moderne Gesellschaft prägt – und wie viele körperliche Symptome er verursachen kann. „Ich sehe täglich Menschen, die wegen Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen, Schwindel oder Schlafstörungen kommen – ohne zu ahnen, dass Stress der Auslöser sein könnte.“

Unser Körper spricht mit uns – lange bevor er laut schreit. Müdigkeit, PMS, Zyklusprobleme, Hautunreinheiten, Bluthochdruck oder Verdauungsbeschwerden sind oft keine isolierten Symptome, sondern Ausdruck einer inneren Dysbalance.

Das Problem: Wir haben verlernt, diese Zeichen ernst zu nehmen. Wir schieben sie weg, funktionieren weiter – bis der Körper uns zwingt, hinzuhören.


Burnout ist kein Zustand – es ist ein Prozess

„Burnout passiert nicht über Nacht“, erklärt Ines. „Es ist ein schleichender Prozess, der über Monate oder Jahre entsteht.“ Am Anfang steht vielleicht nur chronische Müdigkeit oder das Gefühl, nie richtig zu regenerieren. Später kommen Schlafprobleme, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen oder hormonelle Dysbalancen hinzu.

Irgendwann fühlt man sich leer, antriebslos, isoliert. Und genau deshalb ist es so wichtig, die Frühwarnzeichen zu erkennen:

  • Du wachst müde auf, egal wie lange du geschlafen hast.
  • Du reagierst gereizt oder überfordert auf Kleinigkeiten.
  • Du fühlst dich innerlich getrieben, selbst in Ruhephasen.
  • Du verlierst Freude an Dingen, die dir früher leichtfielen.
  • Du spürst körperliche Symptome ohne klare Ursache.

All das sind Signale, die dich einladen, innezuhalten. Nicht, um zu analysieren, was „falsch“ ist, sondern um zu verstehen, was dein Körper dir sagen will.


Gesunder vs. ungesunder Stress

Stress ist nicht per se schlecht. Im Gegenteil: Unser Körper ist dafür gemacht, kurzzeitig in Alarmbereitschaft zu gehen – zum Beispiel, wenn wir fokussiert arbeiten oder etwas Neues erschaffen. Dieses „High-Performance-Stadium“ kann sogar beflügelnd wirken. Problematisch wird es, wenn der Körper nie mehr in die Entspannung zurückfindet.

Chronischer Stress führt zu einer dauerhaften Ausschüttung von Cortisol. Das wiederum beeinflusst unseren Blutzucker, Blutdruck, Schlaf und Zyklus. Das Ergebnis: ein Nervensystem, das ständig „auf Sendung“ ist – und ein Körper, der nicht mehr weiß, wie er regenerieren soll.

Wie Ines sagt: „Früher hat uns Stress geholfen zu überleben. Heute hält er uns oft vom Leben ab.“


Körperliche Frühwarnzeichen ernst nehmen

Oft zeigen sich Stress und Erschöpfung zuerst auf körperlicher Ebene:

  • Zyklusbeschwerden (PMS, ausbleibende Blutungen, unregelmäßige Eisprünge)
  • Verdauungsprobleme (Reizdarm, Blähungen, Magendruck)
  • Schlafstörungen (Schwierigkeiten beim Einschlafen, Durchschlafprobleme, kein erholsamer Schlaf)
  • Hormonelle Dysbalancen (erhöhtes Cortisol, Insulinresistenz, Schilddrüsenprobleme)
  • Herz-Kreislauf-Symptome (Herzrasen, hoher Blutdruck, Schwindel)

Wenn du dich darin wiederfindest, ist das kein Grund zur Panik – sondern eine Einladung, genauer hinzusehen.


Der Weg zurück: Stabilität, Bewusstsein und kleine Schritte

Der wichtigste erste Schritt ist Stabilität. Denn nur ein stabiler Körper kann sich regenerieren. Dazu gehört:

  • medizinische Abklärung wichtiger Werte (Eisen, Schilddrüse, Vitamin D, Mikronährstoffe)
  • ausreichend Schlaf und eine Abendroutine ohne Bildschirm
  • natürliche Unterstützung durch pflanzliche Präparate (z. B. Lavendel, Passionsblume, Melisse)
  • tägliche Mini-Übungen für dein Nervensystem (Atmung, progressive Muskelentspannung, Meditation, Tapping)

Wie Ines sagt: „Es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Eine einzige bewusste Atemminute kann schon regulierend wirken.“


Atem als Anker

Gegen Ende des Gesprächs leitet Ines eine kleine Atemübung an – ein Moment, der spürbar verändert, wie wir im Körper ankommen.

„Wenn wir mit unserem Atem verbunden sind, sind wir auch wieder mit unserem Körper verbunden. Und genau da beginnt Heilung.“

Schließe für einen Moment die Augen. Spüre, wo du gerade bist. Beobachte deinen Atem, ohne ihn zu verändern. Einfach wahrnehmen. Schon diese einfache Übung bringt dein Nervensystem in einen anderen Zustand – vom Denken ins Spüren, vom Tun ins Sein.


👉🏼 Hier kannst du mit Ines in Kontakt treten und findest mehr zu ihren wundervollen Angeboten:
@in.schau

Hör jetzt die komplette Folge mit Dr. Ines Schauer – vollgepackt mit Wissen, Körperweisheit & praktischen Tools für deinen Alltag.

Hier geht´s zur Folge (natürlich wie immer auch auf Apple Podcasts, Amazon Podcasts & Youtube zu hören):

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