Im Gespräch mit Stephanie Brandner-Hafner (nicht nur) über Selbstausdruck, Kreativität, Musik & ehrliches Sein

Wellbeing & Home Inside
Wie du als Unternehmerin Zuhause in dir selbst findest
Was bedeutet Wellbeing wirklich – jenseits von Smoothies, Morgenroutinen und To-do-Listen?
Und wie schaffen wir es, mitten in der Selbstständigkeit, zwischen Vision, Verantwortung und kreativen Hochphasen, ein Zuhause in uns selbst zu kultivieren?
Darum geht es in der aktuellen Folge des Wellpreneur Podcasts – mit der wunderbaren Stefanie Brandner-Haffner, Musikerin, Produzentin und kreative Begleiterin. Ein Gespräch über das echte Leben zwischen Kontrolle und Chaos, über Mut, Verantwortung und das radikal ehrliche Hinspüren:
Wie geht es mir eigentlich – wirklich?
Wellbeing: mehr als „sich wohlfühlen“
Stefanie erzählt, dass Wellbeing für sie bedeutet, ehrlich mit sich selbst zu sein. Nicht nur zu fragen, ob sich heute alles gut anfühlt – sondern zu erkennen, wie es gerade wirklich ist.
Nicht, um es sofort zu verändern, sondern um es zu halten.
„Ich halte das, was in mir existiert, ohne es verändern zu wollen“, sagt sie.
Dieser Satz bringt auf den Punkt, worum es beim Thema Wellbeing für Unternehmerinnen wirklich geht.
Nicht darum, jeden Tag ausgeglichen und positiv zu sein. Sondern darum, in Verbindung mit dir selbst zu bleiben – auch dann, wenn es unangenehm ist.
Wir sprechen im Podcast auch darüber, warum ich so gerne das englische Wort Wellbeing verwende:
Das deutsche „Wohlbefinden“ oder „Wohlfühlen“ klingt oft nach einem kurzen Moment. Nach Entspannung, nach Pause. Doch Wellbeing ist mehr als das.
Es ist ein fortlaufender, dynamischer Prozess. Ein Zustand, in dem du dich immer wieder selbst spürst – und präsent bleibst, auch wenn das Leben gerade nicht „rund“ ist.
Zuhause in dir – was das wirklich bedeutet
Stefanies Song „Home Inside“ entstand aus genau diesem Gefühl.
Er wurde geboren in einer Zeit, in der sie viel gearbeitet, viel gegeben und sich gleichzeitig gefragt hat: Wie halte ich mich selbst, wenn alles zu viel wird?
Sie erzählt, dass der Song an einem dieser Abende entstand, an denen sie erschöpft, aber noch wach war – emotional, lebendig, offen.
Sie setzte sich mit der Gitarre hin, spielte einfach drauflos, ohne Plan.
Und aus dieser ehrlichen, rohen Energie entstand ein Lied, das heute viele Menschen berührt.
„Home Inside“ ist nicht einfach ein Song. Es ist ein Bekenntnis: Ich kann bei mir bleiben, auch wenn es laut wird.
Ich kann fühlen, ohne mich darin zu verlieren.
Ich kann da sein – in mir.
Und vielleicht ist genau das die tiefste Form von Wellbeing.
Warum Wellbeing die Basis für Selbstständigkeit ist
Im Gespräch wurde schnell klar: Ohne inneren Kontakt hätte Stefanie längst aufgehört.
Selbstständigkeit ist ein ständiges Navigieren zwischen Freiheit und Risiko, zwischen Schöpfen und Leere.
Es braucht Mut, Eigenverantwortung – und die Fähigkeit, Unsicherheit auszuhalten.
Viele Frauen versuchen, Sicherheit durch Kontrolle zu erzeugen: durch Routinen, Disziplin, noch mehr Doing.
Doch wahre Sicherheit entsteht innen, nicht durch äußere Ordnung.
Wenn du dich in dir selbst sicher fühlst,
– kannst du kreativer denken,
– mutiger entscheiden,
– präsenter führen.
Und genau das verändert dein Business.
Denn dein Unternehmen ist immer nur so stabil wie dein Nervensystem.
Kreativität als Selbstkontakt
Stefanie arbeitet heute als Musikerin und Mentorin mit Menschen, die über Musik wieder in Verbindung mit sich selbst kommen wollen.
Und sie sagt etwas so Schönes:
„Musik gehört uns allen. Sie ist kein Talent – sie ist Ausdruck.“
Egal, ob du singen kannst oder nicht – deine Stimme ist dein erstes Instrument.
Singen, Summen, Tönen, Tanzen – all das bringt Bewegung in dein System. Es kann Spannung lösen, Energie freisetzen und dein Nervensystem beruhigen.
Wir sprechen darüber, dass Musik kein „Ergebnis“ braucht. Kein Publikum, keine Bühne, keine Perfektion.
Es reicht, dich selbst zu hören.
Und ja – das kann anfangs Überwindung kosten.
Denn viele von uns haben verlernt, uns selbst zu lauschen, uns zu zeigen, ohne bewertet zu werden.
Doch genau hier beginnt Kreativität:
Nicht als Leistung, sondern als Begegnung mit dir selbst.
Kleine Wege, um über Musik (wieder) bei dir anzukommen
Wenn du Lust hast, diese Verbindung zu spüren – hier ein paar einfache Impulse aus unserem Gespräch:
🎶 Sing für dich.
Nicht schön. Nicht richtig. Nur ehrlich. Vielleicht im Wald, vielleicht unter der Dusche. Vielleicht zu einem Song, der dich berührt.
🎸 Spür den Klang.
Wenn du ein Instrument hast, nimm es in die Hand. Streiche über die Saiten. Fühl die Vibration.
Musik wirkt auf unseren Körper – sie bringt das Nervensystem in Schwingung, auch ohne Worte.
💨 Atme mit Ton.
Ein einfaches „Ah“ beim Ausatmen – weich, ohne Druck – kann Wunder wirken. Es ist kontrolliertes Loslassen.
💫 Such dir Räume, die sicher sind.
Ob im Singkreis, im Retreat oder allein in deinem Wohnzimmer – Sicherheit ist die Basis für Ausdruck.
Nicht „richtig“ zu singen, sondern echt zu sein, ist der Schlüssel.
Unternehmerinnentum als künstlerischer Prozess
Stefanie erzählt, dass sie sich vor ein paar Jahren entschieden hat, ihre Musik selbst zu produzieren. Ohne Label. Ohne „Warten auf die Erlaubnis“.
Sie hat Verantwortung übernommen – für ihre Kunst, ihre Stimme, ihren Weg.
Und genau das ist Unternehmertum im besten Sinne: Kreieren statt warten.
Nicht, weil es leicht ist. Sondern, weil du spürst, dass etwas durch dich in die Welt will.
Selbstständigkeit ist kein linearer Weg.
Es ist ein kreativer Prozess.
Manchmal chaotisch, manchmal klar. Aber immer ehrlich.
Und genau dafür braucht es Wellbeing – nicht als Luxus, sondern als Fundament.
Sicherheit in dir – die unsichtbare Ressource
Stefanie bringt es wunderschön auf den Punkt:
„Ich habe gelernt, Sicherheit in mir selbst zu kreieren.“
Diese innere Sicherheit ist das, was dich durch die Höhen und Tiefen trägt.
Sie gibt dir die Kapazität, offen zu bleiben, mutig zu sein und auch den Raum zu lassen, den du brauchst, um wachsen zu können.
Denn wenn du ständig ausgelastet bist, bleibt kein Platz mehr für das, was entstehen will.
Und manchmal ist genau dieser freie Raum die Voraussetzung dafür, dass Magie passiert.
Gemeinschaft als Regulation
Ein weiterer Aspekt, der im Gespräch so spürbar war: Verbindung heilt.
Stefanie spricht darüber, wie wichtig Gemeinschaft ist – besonders für Frauen.
Wir regulieren uns über Beziehung, über Nähe, über geteilte Erfahrung.
Nicht, indem wir alles allein schaffen, sondern indem wir uns zeigen – mit dem, was ist.
Ob beim Songwriting Retreat, in Frauenkreisen oder einfach im ehrlichen Gespräch:
Wir brauchen Räume, in denen wir echt sein dürfen.
Ohne Bewertung. Ohne Maske.
Über das Songwriting Retreat
Wer Stefanie live erleben möchte, hat im Frühjahr die Gelegenheit dazu:
Vom 11. bis 13. April findet ihr Songwriting Retreat „Home Inside“ in der Kulturmühle Mama Patscha (Arzbach) statt – gemeinsam mit Katrin Millinger, die Kundalini-Yoga anbietet.
Ein Wochenende voller Musik, Selbstausdruck und Co-Regulation.
Kein Vorkönnen nötig, nur Offenheit.
Ein Raum, in dem du erleben kannst, wie es sich anfühlt, sicher in dir zu sein – und dich zu zeigen.
Mein Fazit aus diesem Gespräch
Wellbeing ist kein Zustand, den du „erreichst“.
Es ist eine Haltung, eine Beziehung zu dir selbst.
„Zuhause in dir“ zu sein bedeutet, alle Facetten von dir willkommen zu heißen – auch die, die unbequem sind.
Es bedeutet, dich nicht mehr an die Idee zu klammern, dass alles perfekt sein muss.
Sondern dich zu erlauben, lebendig zu sein.
Und das ist vielleicht die ehrlichste, mutigste Form von Erfolg.
👉🏼 Hier findest du Stephanie und ihre wundervollen Angebote und kannst mit ihr in Kontakt treten:
www.lichtzweig.com
Wenn dich dieses Thema bewegt, hör unbedingt in die komplette Podcastfolge mit Stefanie Brandner-Hafner rein: über Wellbeing, Musik, Selbstständigkeit und die Kunst, dich selbst zu halten.
Und wenn du magst, teile die Episode mit einer Freundin, die gerade etwas mehr „Home Inside“ in ihrem Leben gebrauchen kann. 💛
Hier geht´s zur Folge (natürlich wie immer auch auf Apple Podcasts, Amazon Podcasts & Youtube zu hören):
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